Wenn Hollywood plötzlich untenrum denkt
Wer hätte gedacht, dass Europas größte Erotikmesse, die VENUS, einmal in einer Reihe mit Klassikern wie „Titanic“, „Der Herr der Ringe“ und „Toy Story“ stehen würde? Natürlich niemand, aber Hollywood beweist mal wieder: Wenn alle guten Geschichten erzählt sind, geht’s eben ans Eingemachte – oder besser gesagt, an das, was darunter liegt.
Mit „Venus: The Movie“ wagt sich Hollywood in unbekanntes Terrain und verbindet Erotik mit Humor, eine Mischung, die bisher höchstens bei heimlich geschauten 90er-Jahre-Filmen funktioniert hat. Die Handlung klingt dabei so originell wie die neue Dating-App deines Schwagers:
Die ersten Besetzungsvorschläge und nur Hochkaräter:
- Margot Robbie als weltbekannter Erotikstar, der plötzlich aus dem Rampenlicht verschwinden will.
- Anna Kendrick als Event-Managerin mit dem großen Herzen, die versucht, das Chaos unter Kontrolle zu bringen.
- Pedro Pascal als charmanter PR-Manager, der zwischen Skandalen und Presseauftritten jongliert.
- Florence Pugh als schlagfertige, junge Praktikantin, die ihre ganz eigene Sicht auf die Erotikbranche mitbringt.
- Emma Mackey als rebellische Influencerin, die das Geschehen auf der Messe zusätzlich durcheinanderbringt.

Dass Emma Mackey als rebellische Influencerin die VENUS aufmischt, dürfte allen Instagram-Followern ein weiteres, völlig überflüssiges Vorbild liefern. Man darf sich wohl auf moralinsaure TikTok-Videos à la „5 Gründe, warum Erotikmessen empowernd sind“ freuen – gesponsert von veganer Gleitcreme natürlich.
Dabei ist die Frage berechtigt: Warum Hollywood? Sind die Stories über alternde Action-Helden und Superhelden in Strumpfhosen endgültig ausgegangen? Offenbar ja. Und so bleibt der VENUS nichts anderes übrig, als nun ihre eigenen Heldinnen und Helden ins Rampenlicht zu schieben – und das sogar mit Kleidung (zumindest in der ersten Hälfte des Films).
Die Frage aller Fragen ist natürlich: Werden die Popcornverkäufe ansteigen, oder bleibt es bei klebrigen Händen und verlegenen Blicken? Fakt ist jedenfalls, dass Kinobetreiber wohl dringend neue Sitze bestellen sollten. Denn Hollywood hat endlich entdeckt, was die VENUS-Besucher schon längst wussten: Erotik ist ein großer Spaß, besonders wenn man ihn nicht allzu ernst nimmt.
Kinostart ist Sommer 2026. Bis dahin bleibt genügend Zeit, der Partnerin oder dem Partner zu erklären, dass man den Film „wirklich nur wegen der Handlung“ schauen möchte.