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Kein Sex auf der Rückbank im Auto!
In der Welt der Erotik gibt es eine Reihe von Begriffen, die auf den ersten Blick irreführend sein können, weil sie falsche Vorstellungen erwecken. Das trifft zum Beispiel auf den Ausdruck Snowballing zu, der gar nichts mit Schneebällen zu tun hat. Beim Ausdruck Autoerotik ist es ähnlich.
Was bedeutet Autoerotik?
Wer noch nie davon gehört hat, könnte leicht denken, es handle sich um Sex oder erotische Handlungen, die im Auto stattfinden. Das stimmt aber nicht. Der Begriff "Auto" steht für das Wort selbst. Autoerotik bedeutet also nichts anderes als Selbstbefriedigung. Der Ausdruck ist die wissenschaftliche Bezeichnung für alle Arten der Selbstbefriedigung. Eine andere Bezeichnung ist Masturbation.
Neben Sex in seinen verschiedenen Formen ist das Onanieren die häufigste Art der sexuellen Aktivität. Männer und Frauen nutzen dafür am häufigsten die Hände. Zunehmend stellen findige Anbieter jedoch eine immer größere Auswahl an Spielzeug zum Masturbieren zur Verfügung.
Ist Autoerotik schädlich?
In früheren Zeiten war diese Ansicht weit verbreitet und wurde sogar von Ärzten unterstützt. Heute weiß die Wissenschaft jedoch, dass Autoerotik vollkommen normal und gesund ist. Die beim Masturbieren erlebten Orgasmen helfen dabei, Stress abzubauen und Spannungen zu lösen. Bei Männern hilft ein regelmäßiger Samenerguss, Erkrankungen der Prostata vorzubeugen.

Masturbation kann nur dann schädlich werden, wenn sie im Übermaß betrieben wird und wenn der Autoerotismus einen höheren Stellenwert als der Sex mit der Partnerin bzw. dem Partner bekommt.
Wie viele Menschen praktizieren wie oft Autoerotik?
In anonymen Umfragen gaben 90 Prozent aller Männer und 86 Prozent aller Frauen zu, zumindest gelegentlich autoerotische Selbstbefriedigung zu praktizieren. Aufgrund der Dunkelziffer kann davon ausgegangen werden, dass praktisch jeder Mensch ab dem Eintritt in die Pubertät mehr oder weniger regelmäßig masturbiert. Jugendliche praktizieren Autoerotik besonders häufig. Sie masturbieren im Schnitt mehrmals pro Woche, einige sogar mehrmals täglich.
Männer masturbieren häufiger als Frauen. Im Erwachsenenalter nimmt die Häufigkeit ab. Sie hängt unter anderem vom Beziehungsstatus ab. Im Durchschnitt masturbieren Erwachsene mehrmals pro Monat oder mehrmals pro Woche. Die Industrie hat Autoerotik als Markt entdeckt. Neben den klassischen Sexspielzeugen für Frauen kommen immer mehr Masturbatoren für Männer auf den Markt, beispielsweise Eichelvibratoren und ähnliche Spielzeuge. Sie zeugen davon, dass Selbstbefriedigung heute allgemein akzeptiert wird.
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